SATI ist das Pali - Wort (Pali; altindische Sprache des historischen Buddha) für ACHTSAMKEIT.
Die Praxis der Achtsamkeit ist nach der Lehre des Buddha der direkte Weg zur Leidbefreiung.
Auf Grundlage der Lehrrede von den "Vier Grundlagen der Achtsamkeit" (Satipatthana Sutta), ist die Basis der buddhistischen Praxis die Betrachtung und Erfahrung der Körper- und Geistprozesse:
-Körper (z.B. der Atem)
Durch die Übung auf Grundlage der vom Buddha vor über 2500 Jahren selbst gegeben Anweisungen, erfolgt tiefe Einsicht in die Daseinsmerkmale "Vergänglichkeit" (anicca), "Leidhaftigkeit/Unzufriedenheit" (dukkha) und "Substanzlosigkeit" (anatta) mit der Möglichkeit der Transformation zu unserer wahren Natur, zum "Erwachen".
Auszug aus Lehrgesprächen des Ehrw. Ajahn Buddhadasa an westliche Meditierende:
Studiert das Wesentliche direkt: Studiert
dukkha (das Unzufriedenstellende des Seins, das Leiden), während ihr es erlebt.
Erkennt die Ursache von dukkha, während ihr diese Ursache selbst erfahrt. Beobachtet auch die
andere Seite der Münze - das Ende von
dukkha - in direkter persönlicher Erfahrung.
Findet heraus, was ihr tun müsst, um
dukkha zu beenden. Das ist der wissenschaftliche Weg. Solange ihr das nicht
tut,
philosophiert ihr nur. Bleibt nicht im Theoriegestüpp hängen! Seht in
euch hinein, beobachtet in euch selbst,
seht diese Wahrheiten, während sie tatsächlich in euch stattfinden.
Wenn ihr nur mit buddhistischem Gedankengut herumspielt, werdet ihr das
Wesentliche
niemals finden.
Vergesst die Vorstellung, dass Buddhismus eine Philosophie ist, ganz
schnell wieder und übt das Studium direkt im Geist aus, während die
Dinge geschehen:
dukkha, die Ursache von
dukkha, das Ende von
dukkha und der Weg, der zum Ende von
dukkha führt.
Beobachtet sie, bis ihr das Erlöschen von wenigstens einem kleinem bisschen
dukkha erfahren habt. Nach dieser
Erfahrung werdet ihr wissen, dass Buddhismus keine Philosophie, sondern eine Wissenschaft und gleichzeitig
eine Religion des Geistes und Verstandes ist.
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